Heimwerkertipps von Karl Klasse Tipps rund um Technik und Heimwerken

27Aug/12Off

Test refill Toner

Hallo,

bei der Sache mit dem neuen Drucker fällt mir noch ein, dass ich vor anderthalb Jahren mal eine schöne Odysse mit Refill Toner erlebt habe. Ich will nicht abstreiten, dass das auch funktionieren kann, in jedem Fall spart man damit viel Geld. In meinem Fall war es aber ein Schuss in den Ofen und sparte so weder Geld noch Zeit.
Die vier Toner von HP sollten insgesamt etwa 320 Euro kosten. Unglaublich, dafür bekommt man den Drucker fast schon neu. Deswegen ist der Drucker ohne Toner gebraucht auch so billig bei Ebay. Also über 300 Euro waren mir zu viel und da fing ich an zu suchen. Für 120 gab es schon ein komplette Refill Kit, das habe ich gekauft.
Es lief nun auch nicht so schlecht, der Drucker lieft gleich ohne Probleme. Qualitativ war nur leider das Ergebnis nicht so überzeugend. Das ganze Papier hatte einen leicht rötlichen Stich. Einige Tage und Ausdrucke später fiel mir das erst so richtig auf. Da dachte ich, der Drucker wäre verdreckt oder hätte sonst irgendein Problem. Also habe ich die Reinigungsseiten gedruckt, kalibriert und innen soweit sauber gemacht. Das brachte (natürlich) keinen Erfolg.

Somit habe ich den Drucker dann ganz geöffnet, da die Garantie ohnehin schon abgelaufen war. Das Problem war so gravierend, dass den Drucker eingeschickt oder sogar einen neuen gekauft hätte. Der rötliche Schleier war wahrnehmbar, auch wenn er das Lesen keinesfalls erschwerte. Das Papier sah nur einfach nicht so gut aus, fast schon etwas dreckig. Das ist also nicht das Ergebnis was ich im Sinn hatte, als ich mir einen Farblaser gekauft hatte. Also stundenlang an dem Ding gebastelt und geschraubt. Interessant, gefunden habe ich aber nichts. Nirgendwo war es so dreckig, dass es den Umstand erklärt hätte. Ich kann am Ende froh sein, dass nichts kaputt gegangen ist, diesen Drucker zu öffnen war wirklich sehr schwer. Wenn man einmal weiß wie geht sieht es anders aus, bis dahin ist hier aber die Gefahr etwas abzubrechen sehr hoch. Gut, das Teil kostet gebraucht jetzt sowieso nur noch 40 Euro.

Jedenfalls habe ich dann den Refiller angerufen. Ein Mitarbeiter war sehr hilfreich und erklärte mir, dass das schon an den Kartuschen liegen kann, es sich hier aber um eine Ausnahme handeln muss. Der hat mir einen ganzen Satz neue zukommen lassen. Hat sich richtig gelohnt, ab da war das Papier mit gelblichem Stich. Außerdem war alle 5 cm ein kleiner blauer Punkt zu sehen. Der Druck also insgesamt wieder unsauber, einfach qualitativ schwach.
Die blaue Kartusche haben wir dann noch mal getauscht, aber das hat das Ergebnis dann nur verändert, jedoch kaum verbessert. Am Ende habe ich mir dann lieber für 300 Piepen die Originale von HP gekauft, die liefen dann auch gleich optimal. Der Mitarbeiter hat mir letztendlich erklärt, dass das so nicht normal wäre. Es wären zwar Abstriche zu machen, man sei aber relativ dicht am Original.
Ich weiß nicht, ob ich das im Leben jemals noch mal probiere. Beim nächsten Mal weiß ich wenigstens, dass ich den Drucker nicht aufschrauben muss. Aus jetziger Sicht habe ich da nichts gespart, rechnet man das bisschen Port und die bestimmt 10 Arbeitsstunden mit 40 Euro pro Stunde zusammen, so habe ich über 400 Euro verloren. Also jeder der Refill Kartuschen kauft sollte wissen worauf er sich einlässt. Kann funktionieren, kann aber auch ein Schuss in den Ofen sein.

Karl

27Aug/12Off

Kühlwasserverlust A3

Hallo,
wie im vorigen Artikel kurz erwähnt, verlor mein Wagen seit einiger Zeit etwas Kühlwasser. Das merkt man, wenn vorne im Display so ein unübersehbares Oranges Ding blinkt. Zuerst machte es sich nur beim Start bemerkbar, ging dann wieder aus. Das liegt zu einem gewissen Teil daran, dass nach dem Start erst mal die Rampe von der Tiefgarage kommt, die den Sensor beeinflusst, weil ja das Kühlwasser in dieser Kugel dann schräg steht. Weiter ist es so, dass sich das ganze Kühlsystem auch von der Temperatur beeinflusst wird und der Motor heizt sich ja dann auf.
Nach einiger Zeit jedenfalls war es dann aber dauerhaft, also habe ich nachgesehen. Der Kühlwasserstand war dann knapp unter der unteren Markierung. Ich dachte nach fünf Auto Jahren kann wohl mal etwas Kühlwasser verschwunden sein, also habe ich das entsprechende Zeug nachbestellt, worüber ich auch bereits geschrieben hatte. Bei der kleinen Menge hätte man wohl auch einfach Wasser drauf kippen können, allerdings stand eine Fahrt in den Wintersport bevor, darum lieber Frostschutz.
Das hielt dann auch eine ganz Weile vor, dann aber wieder die Warnleuchte im Cockpit. Es traf sich gut, dass ich zwecks der Reparatur des im vorigen Artikel beschriebenen Laufgeräusches die Garantieverlängerung Perfect Car Pro abgeschlossen hatte. So bin ich dann zum Audi Zentrum und die haben sich den Wagen erst mal angesehen.
Beim Kühlkreislauf ist die Situation dann etwas anders als im vorigen Artikel beschrieben. Die checken das Kühlsystem mit leichtem Überdruck und wenn nichts gefunden wird, sind es nur 25 Euro. Also los, dabei fanden sie heraus, dass es der Kühler war. Danach kommt erst mal die Anfrage bei der Versicherung, ob der Kühler denn abgedeckt ist. Das war und insgesamt sollte das 220 Euro kosten. Der Kühler kostet also neu schon knapp 500 Euro, für den Einbau und den Check sind es bestimmt noch mal 3 Stunden, also 800 Euro.

Karl

27Aug/12Off

Gutes Headset von Nokia – Leider Fehlanzeige

Hallo,

letztlich ist mir leider nach doch einigen Jahren mein Headset bei einem kleinen Unfall kaputt gegangen. An sich kein Drama, die Dinger kosten ja keine 10 Euro mehr. Allerdings sind die Qualitätsunterschiede teils enorm.

Ich denke man muss nicht unbedingt die von Bose für 70 Tacken haben. Die klingen zwar sicher noch besser, aber für den Preis ist der Unterschied nun wieder nicht so groß, ich habe mir die auch mal angehört. Sehr guter Bass, das fehlt eben so manch anderem, aber auch für 10 Euro gibt es welche, deren Bass sich hören lässt. Zudem finde ich es nervig keine Fernbedienung zu haben und die bietet Bose nun mal nicht, da jeder einen anderen Standard hat. Zumal muss man sich insgesamt fragen, ob das eigene Gerät denn nun einen so guten Klang hat, dass sich so teure Kopfhörer wirklich lohnen. Ein großer Gewinn ist schon oft ein In Ear, der wenigstens die Geräusche der Umgebung schon mal sehr effektiv mindert.

Aus dem beschriebenen Umstand mit der Fernbedienung muss für mich ein Original her. Leider sieht es hier bei Nokia mau aus. Die produzieren so viel, nichts vernünftiges dabei. Mein Handy benötigt eben eine Mini Klinke und da scheiden viele Headsets gleich mal aus. Ein Adapter ist totaler Blödsinn, so wird das Handy sehr lang und leicht ruiniert man sich mit den dann gut 4 cm langen Stecker den Plug.

Ein Headset mit Mini Klinke hat Nokia schon, das hat sogar eine Fernbedienung, klingt nur absolut grauenhaft. Leider ist es keines von denen, bei denen man in die Fernbedienung den Kopfhörer sein Wahl stecken kann. Tja und hier wäre eigentlich der Ofen aus, aber ich hab mir da mal was überlegt.

Weiter gibt es von Nokia noch ein Headset mit Fernbedienung, in man sehr wohl den Kopfhörer seiner Wahl stecken kann. Der mitgelieferte ist allerdings auch nicht zu gebrauchen, ein echtes Armutszeugnis. Aber den kann man ja tauschen, nur hat das Kabel der Fernbedienung einen zu dicken Stecker, so dass man eben einen Adapter bräuchte.

Also fix das Ding geöffnet und an die schicke Fernbedienung das Kabel von dem anderen Headset mit Mikro Klinke dran gelötet, gar nicht so schwer. Dann noch eine Kopfhörer mit vernünftigem Klang dazu, endlich kann auch der Nokia Kunde Freude an seinem Handy finden, unglaublich.

Verschmolzen habe ich hier das Kabel des Nokia HS-47, die Fernbedienung des Nokia HS-45 und den Kopfhörer des Sony Ercisson HPM77. Ein Tipp noch, die Fernbedienung des HS-47 nicht mit dem schwarzen Rand nehmen, sondern mit dem silbernen. Der Schwarze ist so ein gummiertes Material, das sieht in Null Komma Nix total schäbig aus, weil diese weiche Oberfläche schnell verkratzt.

Karl

27Aug/12Off

Fehler 0x80072F8F

Hallo,

heute geht es um einen unglaublichen Microsoft Bug, den ich für mehr als fragwürdig halte. Am Wochenende trat er plötzlich ohne wirklich erkennbaren Grund auf und kostetet mich zig Stunden.

Es handelt sich um den Fehler 0x80072F8F, der beim Windows Update auftreten kann. Die Meldung lautet „Datum und Uhrzeit Ihres Computers stimmen mit einem
Updatezertifikat nicht überein“. Normalerweise bedeutet das schlicht, dass die Uhrzeit, das Datum und die Zeitzone eventuell nicht korrekt sind. Diesen Fehler hatte ich auch schon mal durch einfaches korrigieren der Uhrzeit gelöst, vor ein paar Tagen kam es aber anders.

Da hatte ich gerade ein Update für die Stammzertifikate entdeckt. Da es ein optionales Update war wollte ich prüfen, ob es ein bestimmtes Problem löst. Also habe ich es auf einem Rechner eingespielt und mit dem Internetexplorer ein paar Webseiten aufgerufen, das ging.

Nun wollte ich das Update auf einem anderen Rechner einspielen, auf dem ich eine Plattensicherung machen wollte. Um die Sache nicht auf dem letzten Meter zu vermurksen habe ich das Update auch vorher auf dem anderen Rechner getestet. Beim Herunterladen gab es dann diesen Fehler, den ich durch stellen der Uhr gelöst habe. Dann habe ich mich vertagt und wollte die Sicherung am nächsten Tag machen. Am nächsten Tag habe ich aber noch mal nach anderen Updates gesehen und der Fehler trat erneut auf.

Diesmal ließ er sich auch mit dutzenden Veränderungen von Datum/Zeit und Reboots nicht lösen. Da fing die Googelei an und es gibt tausende Einträge mit diesem Problem. Leider löste keiner davon mein Problem. Es wird empfohlen diverse DLLs neu zu registrieren, die Sicherheitseinstellungen des IE zu verändern, irgend so ein komisches Kommando auszuführen und was weiß ich was zu probieren. Das alles findet man auch in diversen KB Artikeln von Microsoft, ist also nicht an den Haaren herbei gezogen. Eine Seite wollte sogar ein Tool für 30 Euro verkaufen, mit 90% Chance auf Lösung des Problems, original Wortlaut. Also danke nein.

Tja leider hat das alles nichts gebracht und das allerschärfste war, das auch ein Rollback nichts gebracht hat. Die Plattenkopie von vor drei Monaten habe ich wieder hergestellt, kein Erfolg. Die von davor habe ich auch noch mal aufgespielt, das gleiche. Dabei mache ich bei diesen Sicherungen auch immer Updates, was man in der Updatehistorie auch sehen kann, die bei einer Plattenkopie ja immer vollständig mitkopiert wird.

Das lässt eigentlich schon jetzt nur einen Schluss zu. Microsoft muss die Information über das Stammzertifikateupdate online gespeichert haben. Auf meiner Platte wäre sie beim aufspielen einer Plattenkopie überschrieben worden, aber das brachte ja keinen Erfolg.

Gelöst habe ich das Problem am Ende wie folgt. Nachdem der Rollback nichtsgebracht hatte dachte ich recht schnell an ein manuelles Update der Zertifikate, also an das Herunterladen einer Datei und manuelles installieren. Die Datei fand ich bei Microsoft, da stand aber, sie wäre für 2000 nicht geeignet. Nach stundenlangen weiteren und erfolglosem Herumprobieren hatte ich langsam den Verdacht, dass es gar nicht um das in der Meldung erwähnte Updatezertifikat geht, sondern um die Stammzertifikate. Also habe ich erneute nach dieser Datei gesucht und in irgendeinem Forum schrieb jemand, dass genau diese Datei doch auch für 2000 gehen sollte, da die auch in dem Onlineupdate wäre.

Somit habe ich die nun doch heruntergeladen und ausgeführt. Kurzes Zucken des Rechners, sonst nichts, keine Installation, keine Meldung. Direkt danach ging das Windowsupdate aber wieder, ohne Neustart.

Das lässt nur den Schluss zu, dass abgespeichert wurde, dass genau dieses System das Update gemacht hat. Im vorherigen Zustand, der durch den Rollback hergestellt wurde, war dann kein weiteres Update mehr möglich. Erst nach dem manuellen Einspielen war das System wieder so wie erwartet. Unklar ist mir aber immer noch, warum der Fehler zum ersten mal unlösbar auftrat, das war nach dem Update aber ohne Rollback. Da war es vielleicht ein irgendwie aufgetretener Fehler. Nach dem Rollback hatte der Wahnsinn dann Methode. Da war es dann kein Fehler mehr, sondern eine Diskrepanz zwischen dem Stand auf dem Rechner und dem online abgelegten Stand.

Vermutlich ist das legal, ich meine es wird immer darauf hingewiesen, dass beim Update keine persönlichen Daten gespeichert werden. Nein, aber es werden Daten gespeichert, wenn auch keine persönlichen.

Karl

27Aug/12Off

Nachrüstung Audi DWA 23 – Plan

Hallo,

heute fällt der Text mal ganz kurz aus. Statt viel zu schreiben gibt es ein JPG mit einem Top Plan zu Verlegung der DWA. Der Verlegeplan zeigt alle Kabel so wie ich sie verlegt habe. Wer die Audi DWA nicht hat muss alle gezeigten Verbindungen legen. Eine Ausnahme sind nur die gelben und grünen Leitungen, die das Signal der Sirene für zusätzliche Geräte nutzbar machen.

Karl

27Aug/12Off

Nachrüstung Audi DWA 22 – Sicherungsträger

Hallo,

heute wird mal kurz erklärt, wie man eigentlich diesen Sicherungsträger im Audi 83 8P demontiert. Beim Verlegen meiner Kabel habe ich den leider aus Unkenntnis mangels Anleitung etwas demoliert. Eine grobe Behandlung die dazu führte wäre gar nicht nötig gewesen. Dieses Phänomen hat man leider oft, die Öffnung und der Umgang mit einigen Teilen erschließt sich aus der Betrachtung kaum. Da viele Teile nur noch durch Klemmmechanismen zusammen gehalten werden und alles aus Plastik ist bricht schnell mal was ab. Für die Klemmen braucht man schon Kraft, unklar ist oft wo man genau ansetzen muss.

Also für die Zerlegung dieses Sicherungsträgers in der Konsole links vom Fahrer muss man auf jeden Fall schon mal die ganze Verkleidung abnehmen. Man kriegt das Teil unmöglich an der Seite heraus. Hat man die Verkleidung ab, müssen zwei Schrauben gelöst werden. Die sind leicht zu finden, danach hängt das Teil an einem sehr dicken Kabelbaum herunter.

Jetzt wird es schon etwas kniffeliger, denn man muss drei Klemmen öffnen, um den Deckel von dem Ding abzubekommen. Das hatte ich in montierten Zustand versucht und habe deshalb die dritte Klemme gar nicht gesehen, ab war sie. Also besser ausbauen und beim Öffnen vorsichtig sein, das kriegt man mit drei sehr feinen Schraubenziehern hin.

Nun das innere, da sind jede Menge Steckkontakte für Sicherungen, die noch belegt werden können. In diesen ist eine Seite schon mit Plus belegt, die andere jedoch frei. Dort muss ein Kontakt hinein und den benutzt man dann für sein Vorhaben. Der Stromkreis ist geschlossen, wenn man eine Sicherung in den neuen Platz steckt.

Die Frage ist nun wie man den Kontakt hinein bekommt. Einfach stecken geht nicht, man muss erst etwas vorbereiten. Keinesfalls muss man aber dieses rosa Teil abmachen, das geht nicht. Fast hätte ich das ganze Ding ruiniert, bis ich kapiert hatte was man damit machen muss. Es ist völlig ausreichend dieses rosa Ding seitlich zu verschieben. Nur einige Millimeter sind genug, dann sitzen diese ganzen Kontakte locker und man kann sie herausnehmen oder neue einsetzen.

Um das zu tun muss man allerdings zwei oder sogar drei Rasten mit einem Schraubenzieher bearbeiten. Diese verhindern, dass sich das Teil von alleine verschiebt und alle Kontakte herausfallen. Die Stellen findet man ganz gut, wenn man mal genau hinsieht. Also diese Rasten zur Seite biegen und dieses rosa Element etwas zur Seite schieben, schon kann man den neuen Kontakt einsetzen.

Jetzt muss man nur noch das zusätzliche Kabel irgendwie in den vorhandenen Baum friemeln. Dabei mit spitzen Gegenständen vorsichtig sein. Die Kabel dürfen auf keinen Fall beschädigt werden, das zu reparieren ist sehr schwierig. Es nicht zu reparieren nicht ganz ohne Risiko.

Karl

27Aug/12Off

Nachrüstung Audi DWA 21 – Diebstahlschutz Navi 2

Hallo,

heute stelle ich zunächst einen kleinen und viel einfacherern Kniff vor, mit dem man sein Navi gegen Ausbau sichern kann. Bemerkt sei allerdings, dass man das von außen nicht sieht, das könnte gewisse Gewalteinwirkung nach sich ziehen…

Das Navi des A3 greift hinten im Schacht in zwei Führungen, die sich verjüngen und ganz hinten so einen weißen Gummipuffer haben. Auf dem Foto kann man diese Puffer sehr gut erkennen, dort gleiten von diesen Plastikschienen geführt letztendlich zwei Metallteile hinein, die sich seitlich am Navi befinden. Die Idee ist dort einfach zwei Schrauben einzusetzen, die ein wieder herausnehmen verhindern, in dem sie den Raum zwischen den Plastikschienen füllen.

Auf dem Foto sieht man, dass das mit einer M8 Schraube ganz wunderbar gelungen ist. Die Schraube füllt die Schiene komplett aus und hat sich sogar noch leicht in die Flanken gegraben, so dass sie dort noch etwas halt findet. Ein vorbeirutschen ist kaum möglich, da die Schiene wirklich komplett blockiert ist. Was man nicht sieht, auf der anderen Seite grenzt die Schraube auch an eine Steg an, der die Schraube in der optimalen Richtung mechanisch unterstützt. Würde man das Navi nach vorne ziehen, so stützt sich die Schraube auf der anderen Seite gegen den Steg, perfekt.

Ich denke bevor das Navi herauskommt hat man eher die ganze Front zerstört. Die kann man einzeln ersetzen, kaputtes Navi kaufen und nur die Front tauschen wäre eine Möglichkeit. Natürlich besteht das Risiko, dass das Armaturenbrett auch Macken davon trägt, aber das Navi bekommt man nicht heraus.

Um das Loch dort hin zu bekommen spannt man einen 2 mm Bohrer in einen Griff für Schlüsselfeilen und dann los. Die richtige Position für das Loch findet man relativ leicht nach Augenmaß. Mit viel Geduld ist das kleine Loch bald fertig und den 6,5 mm Bohrer kriegt man dann sehr schnell durch. Anschließend Gewinde M8 schneiden wie gewohnt.

Dieser Kniff ist mit wenig Aufwand möglich und mit diesen normalen Greifern kriegt das Navi keiner mehr aus der Karre. Das Gerät ist zwischen den Schrauben fest eingespannt und das merkt man beim ersten Versuch. Das herankommen an die Schrauben kostet einiges an Zeit, die hat kein Dieb.

Karl

27Aug/12Off

Nachrüstung Audi DWA 20 – Diebstahlschutz Navi

Hallo,

heute werde ich den Diebstahlschutz meines MMI vorstellen, der einzeln für sich noch wesentlich wirkungsvoller als die DWA selber ist. Das Piepen der Diebstahlwarnlage hält nicht unbedingt jemanden davon ab, das Navi einfach trotzdem auszubauen, da das ja leider in Rekordzeit möglich ist. Das Anschließen der Hupe ist bestimmt noch abschreckender, aber ein von Außen sichtbarer Schutz ist noch viel besser.

Es ist in etwa so, als ob jemand beim Versuch ein Auto zu klauen auf eine Lenkradkralle blicken würde. Das Navi habe ich nämlich rechts und links mit zwei polierten Alu Klemmen mit dem Schacht verschraubt. Diese Klemmen sind sehr gut sichtbar und wirken wirklich sehr massiv.

Wer doch die Scheibe einschlägt und sich in den Wagen zwängt wird vermutlich dann aufgeben, denn man kann eindeutig sehen, dass man den ganzen Wagen zerstören müsste, um das Ding da raus zu bekommen. Dabei geht das Navi selber auch kaputt, also hat das keinen Zweck. Selbst wenn jemand noch versuchen würde Gewalt anzuwenden, so hätte er bei dem Krach der Hupe kaum viel Zeit.

Ich denke so oder so, dass die meisten Diebe davon ausgehen, dass gar keine DWA eingebaut ist. Die meisten habe auch keine, also schnell mal die Scheibe eingeschlagen und dann weiß man bescheid. Geht die DWA dann los könnte der Dieb einen sehr schnellen Ausbau versuchen, damit scheitert er dann aber.

Natürlich kann er aus lauter Wut dann was kaputt machen, wäre ärgerlich. Aber größer als 2000 Euro müsste der Schaden erst mal sein, damit man schlechter als ohne Navi da steht. Das diese Kette von Ereignissen eintrifft finde ich sehr unwahrscheinlich, an unseren Wagen ist seit dem einfach keiner mehr ran gegangen.

Schön wäre es wenn die Autobauer mal nachdenken würden, was nicht allzu schwer wäre. Navi und Schacht müsste man einfach so bauen, dass die Navis an jeder Seite mit einer richtig dicken Raste gehalten werden, die man von vorne einfach nicht öffnen kann. So wie das jetzt gebaut ist kriegt man das Navi in 30 Sekunden ausgebaut, wem ist damit gedient? Wenn man das anders gestaltet, müsste man immer beide Fußraumverkleidungen abschrauben und das hält schon richtig auf. Von vorne mit Gewalt würde nur ein Idiot versuchen das auszubauen. Das Teil ist hinterher zu nichts mehr zu gebrauchen, wenn man das richtig konstruiert kriegt man auch auf diese Weise nur die Front ab, der Rest hängt dann immer noch im Schacht.
Schacht und Navi könnte man auch ohne große Mühe so vorbereiten, dass man an jeder Seite einen kleinen Schließzylinder oder Wahlweise eine dicke Schraube einsetzen kann.

So wird das Nachdenken also zum Kunden outgesourced, aus meiner Sicht mit voller Absicht, denn der Verkauf von so teueren Geräten lohnt sich natürlich für die Hersteller und Vertragswerkstätten so richtig, unverschämt. In den nächsten Artikeln dann also einige Details über diesen Umbau, inklusive einiger Fotos. Vielleicht gibt es auch noch andere Wege das zu realisieren. Es ist auch möglich das leicht abgewandelt umzusetzen, oder auch nur Teilweise.

Karl

27Aug/12Off

Nachrüstung Audi DWA 19 – Anschluss der Hupe 2

Hallo,

beim letzten Mal war ich bis zum Einbau der Relaisträger gekommen. Heute geht es mit dem Anschluss der Relais weiter, außerdem Details über die verwendeten Relais und die Überbrückung des Hupenrelais.

Die besagten Halter kann man nach dem Einbau ganz einfach mit Standard Relais bestücken. Ich habe 12V Relais von Conrad genommen, dabei habe ich wie gesagt zwei parallel angeschlossen, eins für die Hupe und ein weiteres für das GSM Modul. Die gemessene Spannung von der Sirene war übrigens komischerweise 24 Volt. Bei Einbau eines einzelnen Relais hätte man noch einen Widerstand verwenden müssen. Bei zwei Relais parallel geschaltet hätte sich die Spannung eigentlich nicht halbieren dürfen, war aber so. Die bei parallelem Betrieb von zwei Relais gemessene Spannung am Relais war etwas unter 12 Volt. Die Spannung direkt an der Sirene ohne angeschlossene Relais war 24 Volt. Ergibt eigentlich keinen Sinn, sicher gibt es eine Erklärung, möglicherweise ist mein Messgerät für diese Art von Messung nicht optimal gewesen, ein analoges Voltmeter. Jedenfalls habe ich bei Verwendung von zwei Relais guten Gewissens auf den Widerstand verzichten können, da die Spannung so nur 12 Volt war.

Zuletzt sind natürlich noch die von den Relais abgehenden Leitungen anzuschließen. Bei dem GSM Modul musste ein Stecker mit zwei Leitungen angeschlossen werden. Der Stecker kommt in das GSM Modul. Bei Alarm schließt das Relais dann die beiden Kontakte und das GSM Modul reagiert mit einem Anruf auf dem Handy.

Bei der Hupe muss noch einiges gebastelt werden, dazu auch ein Foto. Meine Absicht war es ja die Hupe bei Alarm zu schalten. Dazu kann man das Hupenrelais ansteuern, allerdings geht es auch einfacher. Man kann alternativ das Hupenrelais auch überbrücken. Beim Ansteuern muss man irgendwo Bordspannung herbekommen und mit dieser das Relais beschalten, welches dann den Stromkreis für die Hupe schließt, so als ob man auf das Lenkrad drückt. Viel einfacher ist es hingegen die Leistungskontakte des Hupenrelais zu überbrücken. Genauso wie bei dem GSM Modul kann das zusätzlich eingebaute Relais einfach als Schließer fungieren. Die Leistungskontakte des Hupenrelais werden dann bei Alarm überbrückt. Das Hupenrelais muss dafür nicht selber auslösen, sondern nur das zusätzliche Relais, welches ja an der Sirene hängt.

Hierzu kann man sich mit Kontaktverlängerungen behelfen, wie auf dem Foto zu sehen. Es gibt gerade Verlängerungen und auch gewinkelte mit einem zusätzlichen Abzweig. Die mit dem Abzweig sind die Leistungskontakte, an die eben das zusätzliche Relais angeschlossen ist. Die anderen sind die die zum Lenkrad führen, die mussten nur verlängert werden. Auf dem Foto sieht man, wie alles schön mit Schrumpfschlauch verpackt ist. Das Relais kann dann so wie gezeigt wieder auf den Sockel. Es steht nun einen Zentimeter höher, sitzt aber absolut fest, da an diesen Kontakten Rasten sind.

Auf diese Weise kann auch das Hupenrelais problemlos getauscht werden, sollte es mal defekt sein. Da ist nichts dauerhaft verlötet, alles demontierbar.

Karl

27Aug/12Off

Nachrüstung Audi DWA 18 – Anschluss der Hupe 1

Hallo,

heute geht es um den zusätzlichen Anschluss der Hupe an die DWA. Dafür braucht man eine ausgeklügelte Schaltung, da sich ansonsten ganz lustige Nebeneffekte einstellen können. Diese Schaltung will man wenn möglich nicht mit einer Menge Schrauben und Kleber unter dem Armaturenbrett anbringen, sonder ganz gepflegt einbauen. Wie das geht wird hier verraten.

Wer wie schon beschrieben die Sirene angezapft hat, verfügt über ein Signal, mit dem zum Beispiel ein Relais angesteuert werden kann. Wer der Anleitung gefolgt ist hat dieses Signal nun auch im Fußraum des Fahrers liegen.

Je nach Gerät das man ansteuern möchte könnte man möglicherweise das Signal auch direkt an das Gerät legen. Das ist aber nicht ganz sicher, da nämlich auch ein schwacher Strom zu fließen scheint, wenn die Sirene nicht läuft. Außerdem war sowohl bei dem GSM Modul als auch bei der Hupe etwas anderes vorgesehen.

Beim GSM Modul ist ein Schließer für zwei bestimmte Kontakte und nicht die Einspeisung eines Stromimpulses gefordert. Also musste ein Relais angesteuert werden, dass diese beiden Kontakte schaltet.

Bei der Hupe hätte man diese Impulse zum Auslösen des Hupen Relais verwenden müssen. Ungünstigerweise heißt das aber, dass beim Drücken der Hupe dann auch immer die Sirene piept. Das hört keiner weil die Hupe viel lauter ist, aber ob der das gut tut ist zweifelhaft. Das wäre in Ordnung, wenn das Piezo Horn genau 12 Volt hätte, aber ob das der Fall ist? Also lieber sauber arbeiten und die Sache entkoppeln.

Dafür kann man sich zwei Relais in Fußraum des Fahrers einbauen, die passen absolut prima in dafür vorgesehene Halterungen. Wer Vollausstattung hat findet möglicherweise heraus, dass kein Platz mehr frei ist. Ich habe relativ viel Ausstattung und es waren über dem Bordnetz Steuergerät noch mehrere freie Plätze. Diese liegen etwa 10 cm über dem Hupenrelais und normalerweise zunächst als eckige Löcher erkennbar. Die Aufnahme inklusive Kontakten und Verdrahtung muss nämlich erst noch eingebaut werden. Die Teile dafür kann man bestellen und sie sind auch nicht so teuer. Es müssen der Halter und zwei verschiedene Kontaktsätze gekauft werden.

Einmal eingebaut sieht es dann aus wie Serie, absolut top. Im nächsten Artikel dann noch Details über die verwendeten Relais und die Überbrückung des Hupenrelais inklusive schönen Fotos.

Karl